Wegen geplanter Honorarkürzung: Psychotherapeuten gehen auf die Straße

21. März 2026 , 11:50 Uhr

Rund eine Million Menschen in Deutschland warten aktuell auf einen Therapieplatz – und ausgerechnet jetzt sollen die Honorare für Psychotherapeuten sinken. Die Krankenkassen argumentieren: Das sei ein fairer Ausgleich, weil die Vergütung in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sei. Psychotherapeuten in ganz Deutschland zweifeln an der Grundlage dieser Behauptungen – Psychotherapeuten sind weiterhin die am schlechtesten bezahlte Fachgruppe. Auch die Bayreuther Psychotherapeutin Annette Bauch nimmt heute (21.03.) in Nürnberg an einer Demonstration gegen die Honorarsenkung teil:

Dort würde es eine Kundgebung geben und wir gehen alle auf die Straße und möchten zeigen, dass wir da sind und nicht einverstanden sind und jeden laden wir herzlich dazu ein, teilzunehmen, denn auch wenn es einem gerade gut geht und das ist wunderbar, es kann jeden treffen in seinem Leben und irgendwann kann man auf Hilfe angewiesen sein und dann ist es wichtig, wenn sie schnell verfügbar ist.

Ab April sollen die Honorare für Psychotherapeuten um rund zwei Prozent sinken. Experten befürchten, dass die Wartelisten für gesetzlich Versicherte noch länger werden.

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