Weihnachtsgans in Gefahr?: Gänsehalterin spürt geringere Nachfrage

02. Dezember 2025 , 05:43 Uhr

Ist die Weihnachtsgans dieses Jahr in Gefahr? Die Vogelgrippe hat manche in den vergangenen Wochen beunruhigt. Experten geben zwar Entwarnung für Oberfranken. Manche Verbraucher sind aber scheinbar skeptisch und verzichten heuer auf die Weihnachtsgans. Das meint jedenfalls Landwirtin Jana Zink vom Dörnhof bei Kulmbach. Sie registriert deutlich weniger Nachfrage:

Dieses Jahr haben wir das Gefühl, dass die Kundschaft etwas verhalten ist. Wir haben so ein bisschen die Befürchtung, dass es an der Angstmacherei mit der Vogelgrippe liegt. Dass die Leute sich etwas unsicher sind. Wir möchten da sehr stark appellieren: alle Gänse, die es aktuell zu kaufen, gibt sind absolut ungefährlich und sind nicht von der Vogelgrippe betroffen.

Dr. Andreas Koller vom Veterinäramt bestätigt, im Landkreis Kulmbach gibt es keine Fälle von Vogelgrippe, weder bei Wild- noch bei Bestandsvögeln. Den nächsten Fall in Oberfranken gab es an einem See im Landkreis Lichtenfels, dort hatte man einen verendeten Schwan gefunden.

Viele Gänse- und auch Entenhalter sind schon vor Wochen auf Nummer sicher gegangen und haben ihre Tiere geschlachtet. Erstens sind die dann garantiert Vogelgrippe frei und können noch verkauft werden und zweitens hätten viele, so wie Gänsehalter Marvin Schirmer aus Neunkirchen am Main im Landkreis Bayreuth, bei einer Stallpflicht wegen der Vogelgrippe ohnehin nicht genügend Platz gehabt, um alle Gänse unter Dach unterzubringen.

Gänsehalter Vogelgrippe Weihnachtsgans

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