Wenn's ums Geld geht: Uni Bayreuth forscht zum Einfluss von KI bei Finanzfragen

25. August 2026 , 12:13 Uhr

Künstliche Intelligenz kann bei Finanzentscheidungen eine große Hilfe sein – sie kann Menschen aber auch massiv in die falsche Richtung lenken.
Das zeigt eine neue Studie der Universität Bayreuth mit rund 3.700 Teilnehmern.

Ohne Beratung wählten 64 Prozent den besseren Anbieter für einen fiktiven Fondssparplan. Mit einer neutralen KI-Empfehlung stieg dieser Anteil auf 87 Prozent. Sollte die KI dagegen gezielt den schlechteren Anbieter empfehlen, sank die richtige Entscheidung auf nur noch 34 Prozent. Besonders auffällig: Selbst ein offengelegter Interessenkonflikt machte die KI nicht weniger einflussreich. In der Studie überzeugte die KI sogar stärker als menschliche Finanzberater.

Auch Menschen mit hoher Finanzbildung konnten durch schlechte KI-Empfehlungen von richtigen Entscheidungen abgebracht werden.
Die Forschenden warnen deshalb: Transparenz allein reicht nicht aus.
Entscheidend sei, dass KI-Systeme konsequent im Interesse der Kunden arbeiten und kontrolliert werden.

Finanzentscheidung Forschung KI Uni

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