Spritpreise

Wo tanken 2025 am teuersten war

08. Januar 2026 , 07:42 Uhr

Wie viel Geld Menschen an der Zapfsäule ließen, hängt auch mit ihrer Heimat zusammen. Eine Großstadt kam am billigsten davon, Regionen in Bayern, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt acht Cent teurer.

Die Menschen in Südostbayern und in der Grenzregion zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt haben vergangenes Jahr an der Tankstelle am tiefsten in die Tasche greifen müssen. Sie zahlten für Superbenzin der Sorte E5 im Schnitt zwischen 1,78 und 1,79 Euro, wie das Bundeskartellamt mitteilte. Das waren rund acht Cent mehr als in der günstigsten Region, dem Berliner Norden, wo es im Jahresschnitt 1,70 bis 1,71 Euro waren.

Das Bundeskartellamt berechnet die Preise jeweils für Postleitzahlenbereiche – also Gegenden, deren Postleitzahl mit den zwei gleichen Zahlen beginnt. Die beiden teuersten begannen mit den Ziffern 83 beziehungsweise 38, der billigste mit 13. Gerade die teure Gegend im bayerischen Südosten überrascht dabei – grenzt sie doch an Österreich, wo Benzin deutlich günstiger zu haben ist. Hier wäre eigentlich damit zu rechnen, dass die Konkurrenz jenseits der Grenze auf die Preise drückt.

Teure und billige Gegenden können dabei auch innerhalb Deutschlands nahe beisammen liegen. So ist Berlin im Westen und Norden von eher teuren Regionen umgeben, und in Bayern sind Schwaben, Niederbayern und Teile Frankens relativ günstig. 

Im Westen eher billig

Tendenziell sind die Preise im Westen Deutschlands aber eher niedriger – mit Ausnahmen unter anderem im äußersten Südwesten, rund um Trier, im Frankfurter Raum und westlich von Köln. In weiten Teilen Sachsens, Sachsen-Anhalts, Thüringens und Brandenburgs tankte es sich dagegen teuer. 

Das Bundeskartellamt weist allerdings darauf hin, dass es sich lediglich um Durchschnittswerte handelt. Auch in teuren Regionen könne es günstige Tankstellen geben, und umgekehrt teure in billigen Regionen.

Wer weiter sparen will, sollte zudem auch auf die Preisschwankungen im Tagesverlauf achten. Laut Kartellamt änderten Tankstellen im Schnitt 22 Mal pro Tag ihre Preise – das ist ein neuer Höchstwert. Laut ADAC tankt es sich dabei am Abend sehr viel günstiger als am Morgen.

Quelle: dpa

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