Nach der Ankündigung der Einzelhandelskette Woolworth ihre Kulmbacher Filiale aus der Innenstadt abzuziehen und in der Albert-Ruckdeschel-Straße neu zu eröffnen, zeigt sich der Eigentümer der Immobilie in der Kulmbacher Langgasse, die Förtsch-Gruppe, wenig überrascht. Auf Nachfrage sagte Unternehmenssprecher Sebastian Grebe, es habe in der Vergangenheit durchaus einen gewissen, so wörtlich „Kommunikationsstopp“ zwischen beiden Parteien gegeben.
Wir sind jetzt nicht aus allen Wolken gefallen. Man hat die Entwicklung in den letzten Jahren und Monaten ja verfolgen können. Wir waren stets gesprächsbereit, was wir auch öffentlich dokumentiert haben. Dass Woolworth jetzt rausgeht, ist eine unternehmerische Entscheidung – wir sind nicht überrascht, aber auch nicht beteiligt.
Nach einer Rattenplage im vergangenen Jahr hatte die Filiale schließen müssen. Im Anschluss gab es zum Teil öffentlich ausgetragene Unstimmigkeiten zwischen Mieter und Vermieter, wer für welche Maßnahmen verantwortlich sei. Ob dies ausschlaggebend für den Umzug gewesen ist, ist unklar. Einen offiziellen Grund hat Woolworth bislang nicht genannt.