Unfall beim Rangieren

Zugkollision im Hauptbahnhof Bayreuth – acht Verletzte

11. März 2026 , 22:50 Uhr

In Bayreuth kollidieren zwei Züge. Der Unfall geht vergleichsweise glimpflich aus, doch der Zugverkehr wird massiv beeinträchtigt. Die Polizei nimmt sofortige Ermittlungen auf.

Bei der Kollision zweier Regionalzüge im Hauptbahnhof Bayreuth sind acht Menschen verletzt worden, einer von ihnen schwer. Das sagte ein Sprecher der Bundespolizei auf Anfrage. Der Mann wurde demnach ins Krankenhaus gebracht. Der Bahnhof wurde komplett gesperrt. Geschätzt warteten dort kurz nach dem Unfall etwa 100 bis 150 Menschen auf eine Möglichkeit zur Weiterfahrt. 

Das Bahnunternehmen Agilis und die Deutsche Bahn ließen Ersatzbusse fahren. Es waren zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz: Bundes- und Landespolizei, medizinisches Personal, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk.

Reisezug prallt auf rangierenden Zug

Nach ersten Informationen kollidierten zwei Agilis-Züge. Ein Zug hatte demnach Lokführer und 13 Fahrgäste an Bord und wollte in den Bahnhof einfahren, der zweite war ohne Fahrgäste auf einer Rangierfahrt zum Betanken unterwegs. Die Polizei untersucht nun laut Sprecher, ob der Lokführer des rangierenden Zugs seinen einfahrenden Kollegen übersehen haben könnte. 

Alle Fahrgäste und die Lokführer wurden von den Rettern vor Ort begutachtet. Demnach gab es neben dem Schwerverletzten vier Menschen mit mittelschweren und drei weitere mit leichten Verletzungen. Die anderen blieben unverletzt. Die Ermittlungen zur Unfallursache begannen an Ort und Stelle, so leuchtete die Polizei den Unfallort mit Scheinwerfern aus.

Ein Agilis-Sprecher in Regensburg sagte: «Wir tragen zur Aufklärung bei, was wir können.» Das Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben etwa zehn Prozent des bayerischen Bahnregionalverkehrs. Die Züge fahren vor allem in der Oberpfalz und in Oberfranken. 

Beeinträchtigungen für Zugreisende und Autofahrer

Die Deutsche Bahn meldete auf X «massive Beeinträchtigungen». Auf eine Anfrage der dpa antwortete eine Sprecherin: «Den Verletzten wünscht die DB eine schnelle Genesung.» Und: «Die laufenden Ermittlungen der Behörden zur Unfallursache unterstützt die DB vollumfänglich.»

Quelle: dpa

 

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