Tennis

Zverev müht sich zu Auftaktsieg in München

14. April 2026 , 15:33 Uhr

Topfavorit Zverev hat beim ATP-Turnier in München zum Start erhebliche Mühe, bis er seinen Gegner niederringt. Nun geht es gegen einen Kanadier.

Tennisprofi Alexander Zverev ist mit einem hart erkämpften Sieg in das ATP-Turnier in München gestartet. Der Weltranglistendritte rang den Serben Miomir Kecmanovic mit 6:3, 3:6, 7:6 (7:2) nieder und erreichte die zweite Runde. Der Vorjahressieger und dreimalige Champion trotzte dem kühlen Wetter, das ihn in der bayerischen Landeshauptstadt bei den vergangenen Ausgaben mehrmals aus dem Konzept gebracht hatte. Von einem souveränen Match war er diesmal aber weit entfernt. Dennoch trifft der 28 Jahre alte Zverev im Achtelfinale nun auf den Kanadier Gabriel Diallo.

Zverev will Rekordsieger werden

Kecmanovic habe wie eine Wand gespielt und alle Bälle zurückgebracht, analysierte Zverev. Bei den niedrigen Temperaturen sei es schwierig gewesen, Gewinnschläge zu spielen. «Aber am Ende habe ich gewonnen, das ist das Wichtigste», sagte er.

Zverev zeigte bislang eine gute erste Saisonphase mit Halbfinal-Teilnahmen bei den Australian Open sowie den drei Masters-Turnieren in Indian Wells, Miami und zuletzt Monte-Carlo. Auch wenn ihm noch ein Turniersieg in diesem Jahr fehlt, war er selbstbewusst in das ATP-500-Event von München gestartet. Mit einem weiteren Erfolg beim Sandplatzturnier würde er zum alleinigen Rekordsieger der BMW Open aufsteigen.

Zirkus-Volley in entscheidendem Tiebreak

Der gebürtige Hamburger hatte in diesem Jahr bislang nur gegen die Branchen-Granden Carlos Alcaraz und Jannik Sinner verloren – sowie überraschend im mexikanischen Badeort Acapulco gegen Kecmanovic. Auf der Anlage am Aumeisterweg verlangte der Serbe dem topgesetzten Zverev erneut alles ab: Nach Startschwierigkeiten und einem verlorenen Aufschlagspiel gelang Zverev sofort das Rebreak; ab dann war er im ersten Satz nicht mehr zu stoppen.

Im zweiten Satz tauschten die Spieler dann die Rollen: Zverev nahm seinem Kontrahenten früh das Service ab, brach dann aber ein, machte haufenweise Fehler und verlor schließlich den Satz. Im entscheidenden Durchgang gaben sich die zwei dann keine Blöße bei ihren Aufschlagspielen, sodass der Tiebreak entscheiden musste. Dort gelang Zverev mit einem zirkusreifen Volley durch die Beine der Punkt zum 5:1. Nach 2:18 Stunden war der Sieg perfekt.

Quelle: dpa

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