Champions League

Zwei Cheftrainer für Bayern? Das sagt Sportvorstand Eberl

13. Oktober 2026 , 05:55 Uhr

Bayern-Gegner Stavanger hat gleich zwei Cheftrainer. Eine ähnlich seltene Konstellation erlebte auch Vincent Kompany schon. Sportvorstand Max Eberl sagt, ob das auch ein Modell in München sein kann.

Bayern-Coach Vincent Kompany lächelte bei der Trainerfrage, ob er sich ein Modell wie bei Viking Stavanger mit zwei gleichberechtigten Trainern vorstellen könne. Der 40-Jährige verwies auf seine Zeit beim RSC Anderlecht. 

«In Anderlecht habe ich das genau so erlebt. Wir haben uns ein Büro geteilt, die Videos geschaut, Ideen ausgetauscht. Und gleichzeitig habe ich sogar noch gespielt – ich weiß, was das verlangt», erinnerte er vor dem Champions-League-Spiel in Norwegen. Damals war er von 2019 bis 2022 erst Spielertrainer und dann Trainer in seiner belgischen Heimat.

«Man muss viel in diese Beziehungen investieren»

«Das ist manchmal gar nicht anders, wenn man gut zusammenarbeitet mit dem Trainerstab, dann ist das gar nicht so anders als diese Zusammenarbeit. Dann trifft man die Entscheidungen auch zusammen und teilt die Verantwortungen untereinander auf und verbringt so viel Zeit miteinander, dass manche Entscheidungen logisch werden und kein reines Bauchgefühl mehr sind», schilderte der Belgier vor der Partie am Dienstag (21.00 Uhr/Prime Video). «Man muss viel in diese Beziehungen investieren – aber es ist absolut gut möglich.»

Der Gegner hat seit mehr als fünf Jahren zwei gleichberechtigte Cheftrainer – Bjarte Lunde Aarsheim und Morten Jensen. Die beiden waren zuvor Assistenten von Bjarne Berntsen, wurden im Januar 2021 gemeinsam befördert und sind ausgestattet mit einem langfristigen Vertrag.

Eine Konstellation für Bayern?

«Es scheint zu funktionieren, sonst hätten sie sich nicht qualifiziert für die Champions League. Sie sind gerade punktgleich und torgleich mit Bodø/Glimt an der ersten Stelle. Es geht wieder um die Meisterschaft, also ihr Konstrukt scheint zu funktionieren», sagte der Münchner Sportvorstand Max Eberl. Ob das auch ein Modell für Bayern sein kann? Eberl lächelte: «eher nein.»

Der FC Bayern war mit einem 5:0 gegen Bodø/Glimt in die neue Saison der Königsklasse gestartet. Viking unterlag dem VfB Stuttgart mit 1:3. Zu Hause ist Norwegens Meister aber eine Macht und fiebert einem großen Abend entgegen. «Viking hat in der Vergangenheit große Spiele gegen Barcelona und Chelsea bestritten, aber das Spiel ist noch größer. Wir wollen die Herausforderung genießen», sagte Aarsheim.

Quelle: dpa

 

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