Wiesn 2026

Zweiter Wiesntag startet bei Kaiserwetter - Trachtenumzug

20. September 2026 , 11:17 Uhr

Weiß-blauer Himmel, zehntausende auf den Straßen: Der zweite Wiesntag lockt mit Trachtenumzug, Gay Sunday und Promi-Treffen. Polizei und Sanitäter berichten von einem insgesamt ruhigen Feststart.

Die Wiesn ist bei bestem Volksfestwetter in den zweiten Festtag gestartet. Bei Sonnenschein und mildem Herbstwetter liefen schon morgens zahlreiche Menschen zur Theresienwiese, die Ersten warteten bereits an den Eingängen, als das Fest um 9.00 Uhr öffnete. 

Mehr als 9.000 Trachtler und Schützen zogen am Vormittag quer durch München Richtung Oktoberfest. Zehntausende säumten die Straßen, um das farbenprächtige Spektakel mit Schützen, Brauereigespannen, Musikkapellen und Spielmannszügen zu sehen. 

Ehrenkutschen und Münchner Kindl 

In Ehrenkutschen waren Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne), Wiesn-Chef Christian Scharpf (SPD) und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dabei. Krause hatte am Vortag seine Anzapf-Premiere souverän gemeistert und das erste Fass Bier mit zwei Schlägen angezapft. 

Auch Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (beide CSU) fuhren in Kutschen mit. Moriskentänzer zeigten ihre Kunst. Angeführt wurde der sieben Kilometer lange Zug mit Gruppen aus vielen Teilen Deutschlands sowie dem Ausland vom Münchner Kindl hoch zu Ross, verkörpert von der Wirtetochter Sina Hochreiter.

Gay Sunday und Almauftrieb

In der «Bräurosl» feiert die Community am ersten Wiesnsonntag traditionell den traditionellen Gay Sunday. Er ist seit den 1970er Jahren eine feste Institution und Treff schwuler Männer. Abends folgt dann der Almauftrieb im Käferzelt als eines der exklusivsten Promi-Treffen des Oktoberfests. 

Am ersten Wiesntag hatte auf dem Festgelände dichtes Treiben geherrscht. Die Wiesn-Sanitäter der Aicher Ambulanz hatten alle Hände voll zu tun, sie versorgten an die 600 Patientinnen und Patienten. Der erste Gast mit Alkoholvergiftung war knapp vier Stunden nach Beginn des Bierausschanks ein 19-Jähriger, der mit der Trage geholt werden musste. 

Der erste «Gast» in den Zellen der Polizei war ein 17-Jähriger, der mit gut zwei Promille zur Ausnüchterung in Schutzgewahrsam genommen werden musste, wie die Polizei berichtete. Die Polizei meldete darüber hinaus einen ruhigen Feststart. Die Beamten mussten etwa wegen Streitereien, Körperverletzungen, Diebstählen und Sexualdelikten ausrücken. Bisher seien mehr als 55 Straftaten registriert worden, das sei etwas weniger als im Vorjahr. «Die Stimmung bei Besuchern und Einsatzkräften war gut», sagte ein Sprecher.

Quelle: dpa

 

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