Cannabis-Legalisierung: Vor allem für Verkehrsteilnehmer eine große Falle

26. Februar 2024 , 08:28 Uhr
Der Bundestag hat die kontrollierte Freigabe von Cannabis in Deutschland beschlossen. Besitz und Anbau der Droge sollen zum 1. April mit zahlreichen Vorgaben für Volljährige zum Eigenkonsum legal werden. Es gibt viel Kritik. Zum Beispiel für Fahrlehrer wie Roland Hagen aus Helmbrechts ist die Cannabis-Legalisierung eine große Falle für Verkehrsteilnehmer und vor allem Fahranfänger:
Und die Fahrschüler fragen dann, wann darf ich denn wieder fahren.? Momentan ist es ja so, wenn er einen Joint raucht und er wird kontrolliert und  muss beim Polizisten Urin abgeben, und es wird nachgewiesen, dann ist Ebbe, dann fährt er ein halbes Jahr nicht mehr.
Und nicht nur das. Wer mit Drogen am Steuer erwischt wird, der muss nachweisen, dass er keine Drogen mehr konsumiert, also regelmäßig Haar- oder Urinproben bei den Behörden abgeben.
Eine klare Richtschnur gibt es hier nicht. Bei Alkohol sagt man, 0,1 Promille baut sich im Körper in einer Stunde ab. Bei Cannabis ist das anders. Erfahrungswerte sprechen von drei bis fünf Tagen, die man nach einem Joint aufs Autofahren verzichten sollte, die Deutsche Verkehrswacht fordert „wer fährt kifft nicht“.
Am 22. März geht die Legalisierung in den Bundesrat, ist aber nicht zustimmungsbedürftig. Die Länderkammer könnte den Vermittlungsausschuss mit dem Bundestag anrufen und das Verfahren abbremsen. Bayern hat schon angekündigt, nichts unversucht zu lassen, die Legalisierung zu verhindern. 
Cannabis Fahrlehrer Legalisierung

Das könnte Dich auch interessieren

30.10.2025 Teurer Joint: 52-Jährige muss 500 Euro Bußgeld für Cannabis am Steuer bezahlen Dass man mit Cannabis im Blut verzögert reagiert, ist allgemein bekannt. Das ist eine der Nebenwirkungen der teillegalisierten Droge. Ein bisschen sehr verzögert hat eine 52-jährige Frau aus dem Landkreis Kulmbach bei Wirsberg gestern früh reagiert. Die Polizei wurde auf sie aufmerksam, weil sie trotz grün an einer Ampel mit ihrem Auto nicht losgefahren ist. 25.08.2026 Rangierunfall am Bayreuther Hauptbahnhof: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Lokführer Nach dem Rangierunfall im März auf dem Bayreuther Hauptbahnhof hat die Staatsanwaltschaft Bayreuth jetzt Anklage gegen einen 65-jährigen Lokführer wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und fahrlässiger Körperverletzung in fünf Fällen erhoben. Die Ankläger werfen dem Lokführer vor, mehrere Sicherungsmaßnahmen nicht beachtet zu haben. Beim Wechsel von einem Gleis auf ein anderes kollidierte der 25.08.2026 Einparken für 150.000 Euro: Seniorin verwechselt Pedale und richtet hohen Schaden an Weil sie Gas- und Bremspedal verwechselt hat, hat eine Frau in Wunsiedel gestern Mittag einen spektakulären Unfall mit ihrem Mercedes GLC 300 verursacht. Der Wagen sollte eigentlich auf den Parkplatz eines Einkaufsmarktes rollen. Stattdessen durchbrach er mit hoher Geschwindigkeit eine Hecke und einen Gartenzaun und landete im Garten einer Tierarztpraxis. Dann sprang das Fahrzeug noch 25.08.2026 Wenn's ums Geld geht: Uni Bayreuth forscht zum Einfluss von KI bei Finanzfragen Künstliche Intelligenz kann bei Finanzentscheidungen eine große Hilfe sein – sie kann Menschen aber auch massiv in die falsche Richtung lenken. Das zeigt eine neue Studie der Universität Bayreuth mit rund 3.700 Teilnehmern. Ohne Beratung wählten 64 Prozent den besseren Anbieter für einen fiktiven Fondssparplan. Mit einer neutralen KI-Empfehlung stieg dieser Anteil auf 87 Prozent.