Der Prozess gegen einen 56-järigen Mann aus Breitengüßbach, der sieben Giftanschläge auf seine Frau verübt hat, sorgt für einiges Aufsehen. Nicht nur, dass die Ehefrau komplett nichts geahnt hat, sondern auch die Details und die Akribie, mit der der Familienvater vorgegangen ist.
Bizarre Pläne, heimtückisch und von sehr langer Hand geplant, kamen vor dem Landgericht in Bamberg gestern ans Licht. Seit 2023 hat der 56-jähriger seiner Frau immer wieder Gift ins Essen gemischt. Weil sie überlebt hat, hat er immer stärkere Gifte besorgt. Die Polizei hat Listen gefunden, plus Notizen, wie was gewirkt hat. Als man ihn im Dezember in Frankreich festgenommen hat, hat der Mann versucht, den Verdacht auf seinen Sohn zu lenken, sogar Gift in seinem Auto deponiert, damit die Polizei es findet.
Der Mann wollte mit einer 20 Jahre jüngeren Tiktok-Bekanntschaft ein neues Leben in Frankreich beginnen. Wie es heißt, hatte er ihr vorgelogen geschieden zu sein. Als seine Frau nach dem letzten Giftanschlag im Koma lag, schockierte der Breitengüßbacher seine Arbeitskollegen, weil er sehr schnell darüber sinnierte, ob man nicht die Geräte abschalten sollte. Die Frau hat schwere gesundheitliche Schäden davongetragen. Der Prozess wird in zwei Wochen fortgesetzt.