Nachdem die Hoffnung in der Region zuletzt groß war, dass es bei der Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale endlich vorangeht, kommt jetzt der nächste Rückschlag für die Bahnstrecke zwischen Nürnberg, Hof und Dresden: Bei der sogenannten Fulda-Konferenz Anfang Mai sind keine neuen Planungsschritte für Elektrifizierung freigegeben worden. Das teilt der Fahrgastverband PRO BAHN mit. Damit liegt auch die geplante Elektrifizierung der Strecke Hof–Marktredwitz weiter auf Eis. Und das, obwohl der Abschnitt längst baureif ist, heißt es. Auch für den Ausbau zwischen Nürnberg und Schnabelwaid im Landkreis Bayreuth stehen zwar 100 Millionen Euro bereit – ein Planungsauftrag fehlt aber weiterhin. PRO BAHN spricht von einer „Zumutung für die Menschen in der Region“. Der Fahrgastverband warnt davor, dass Nordostbayern weiter die größte Dieselinsel im europäischen Bahnnetz bleibt. Tschechien zum Beispiel hat seinen Teil der Magistrale schon 2012 fertiggestellt.