Betrüger waren im Landkreis Lichtenfels mit einem sogenannten „Trading-Scam“ erfolgreich. Wie die Polizei mitteilt, hat ein 57-Jähriger so etwa 80.000 Euro verloren. Mitte Januar hatte er eine Facebook-Anfrage von einer vermeintlichen Nutzerin bekommen. Die Täter gaukelten ihm eine Liebesbeziehung vor. Dann schwenkte das Gesprächsthema aber auf eine angeblich erfolgreiche Online-Geldanlage. Der Mann eröffnete auf drängen der Täter ein Handelskonto und überwies von Mitte Januar bis Ende Februar zirka 80.000 Euro. Nachdem er nach einiger Versuche keine Auszahlung erhielt, wandte er sich an die Polizei.
Bei Trading-Scams versuchen Täter, die oft aus dem südostasiatischen Raum agieren, eine emotionale Bindung über die sozialen Medien aufzubauen, so die Polizei. Nachdem sie ein gewisses Vertrauen gewonnen haben, verleiten sie zu Investitionen auf gefälschten Plattformen.
Die Polizei Oberfranken rät: misstrauisch bei schnellen Wechseln von emotionalen Beziehungen zu vermeintlich lukrativen Anlagetipps zu bleiben, bei Verweigerung persönlicher Treffen oder Videotelefonate und bei Zahlungsaufforderungen in Kryptowährungen. Sollte man Verdacht schöpfen, sollte man sofort die Polizei anrufen.