Betreiber kleiner Wasserkraftwerke haben am Freitag ihrem Ärger Luft gemacht. Es gab einen Termin mit der hiesigen CSU-Bundestagsabgeordneten Emmi Zeulner in Kulmbach. Das Problem sind die von der Bundesregierung angekündigten gesetzlichen Änderungen – unter anderem der Wegfall einer festen Vergütung, heißt es in einer Mitteilung. Das ließe viele Wasserkraftler um ihre Existenz fürchten, so Organisator Hartmut Kolb, Betreiber der Frischenmühle in Unterzettlitz. Von diesen Plänen der Bundesregierung seien auch andere Formen der erneuerbaren Energieerzeugung bedroht, ergänzt Markus Ruckdeschel von der Energieagentur Nordbayern. Sollten diese Gesetzentwürfe nicht abgeändert werden, drohe schon ab 2027 faktisch ein Ausbaustopp für Erneuerbare in vielen Teilen Bayerns, so Ruckdeschel.
Emmi Zeulner hat zugesichert, die Anliegen der Wasserkraft-Betreiber in Berlin vorzubringen. Die Stromerzeugung aus diesen Anlagen sei zwar überschaubar. Für die Stabilität des Stromnetzes leisteten die kleinen Wasserkraftwerke aufgrund ihrer konstanten Leistung aber einen wichtigen Beitrag, heißt es. Auch die Bayreuther Bundestagsabgeordnete Silke Launert hat sich klar gegen die Pläne aus Berlin positionier.
Bildunterschrift:
Von rechts: Ingrid Flieger, Emmi Zeulner und Hartmut Kolb, daneben weitere Wasserkraftler